Eine Frage, 188 Antworten: Welcher Krawattenknoten ist der beste?

Eigentlich sollte man meinen, dass es gut ist, wenn es hält. Tatsächlich aber gibt es weit mehr als 188 verschiedene Arten und Methoden seine Krawatte zu binden. Ein Umstand, der beweist, dass sie durchaus Ihre Berechtigung hat: Die Frage, welcher Krawattenknoten denn nun eigentlich der Beste ist.

188 Krawattenknoten geben dieser Frage Ihre Legitimation, zeigen aber auch, dass sie gar nicht so einfach zu beantworten sein scheint. Grundsätzlich sollte nicht nur die Krawatte selbst, sondern auch der Knoten, abhängig von Hemd und Kragen gemacht werden.

Kleidung, die etwas sportlicher oder leger anmutet, darf guten Gewissens mit dem einfachen Krawattenknoten (Four-in-hand) kombiniert werden, da dieser sehr schlank ausfällt, zu eigentlich jeder Krawatte passt, und zudem auch geeignet für den Anfänger ist. Wer also zwei linke Hände hat, der darf bei diesem Knoten bleiben.

Am bekanntesten dürfte wohl der Windsor-Knoten sein. Er ist der britische Klassiker, und es gibt ihn in zwei Ausführungen: einfach und doppelt. Beide sind ungleich komplizierter als der einfache Krawattenknoten, und somit nur etwas für geschickte Finger. Dafür präsentiert er sich aber auch klassisch elegant, und passt zur Businesskleidung ebenso wie er sich für feierliche Anlässe eignet.

Der sog. Shelby ist die etwas einfachere Alternative zum Windsor, und eignet sich eher für die stärker gefütterte Krawatte in Verbindung mit asymmetrischen Kragenausschnitten. Er ist dem Windsor nachempfunden, aber bedeutend einfacher in der Handhabung.

Für besonders lockere Anlässe, sowie für Schals und Tücher, eignet sich der Nicky-Knoten, da er nicht allzu stramm sitzt, und problemlos gelockert werden kann.

Die schlussendliche Frage danach, welcher der beste Krawattenknoten ist, lässt sich also kaum beantworten. Der beste Knoten für eine Krawatte ist wohl immer noch der, den man selbst auch wirklich beherrscht, denn nichts ist schlimmer als ein halber Knoten ohne Halt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht von Freitag, 18. Februar 2011

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